logotype
login |  register

TRANSSYLVANIA

Transsilvanien 1876

 

In einer unwirtlichen Nacht suchen Menschen unterschiedlicher Gesinnung und Herkunft wie Händler, Geistliche, Büßende und Edelleute eine Übernachtungsmöglichkeit. Einzig ein geheimnisvolles Schloss, nahe dem Dunkelwald bietet den Verirrten scheinbar eine sichere Bleibe. Sie wissen allerdings nicht, welchen hohen Preis sie für diese vermeintliche Gastfreundschaft bezahlen müssen.

Denn vor mehr als hundert Jahren geschah in diesem Schloss eine furchtbare Tragödie,  deren Schatten bis in die Gegenwart reichen und ihre Opfer fordern...



Zu unserem Rollenspiel haben wir im Januar und März 2015 im mystischen Wasserschlösschen in Burgellern eingeladen.

http://www.burgellern.de/



An dieser Stelle VIELEN HERZLICHEN DANK an das Ehepaar Kastner, welches uns dieses traumhafte Seminarhaus zur Verfügung gestellt und uns so herzliche Unterstützung gegeben hat!!!



 

font-size: medium;

Impressionen Transsylvania

Impressionen von Transsylvania

  

 

  • interaktivestheater_06032015_alle_gross
  • Transsylvania_13
  • interaktivestheater_06032015_alle_klein
  • interaktivestheater_06032015_gross

Simple Image Gallery Extended

Transsylvania … aus Teilnehmerperspektive:

Die Kulisse, die meinen Freund und mich in der leichten Abenddämmerung erwartet, ist unglaublich schön. Das Burghotel mit der großen verwunschenen Gartenanlage katapultiert mich praktisch in eine andere Zeit.

Im Nebengebäude des Hotels bekommen wir eine Einführung und erhalten unsere Rollenkarten mit kleinen Aufgaben. Ich soll also eine Hebamme spielen, die ihrem immer wieder kehrenden Traum und der genauen Herkunft eines Familienerbstücks nachjagt. Ein bisschen mystisch-verrückt, aber genau deswegen auch reizvoll. Außerdem bräuchte ich für die Nacht eine Herberge. Zumindest Letzteres sollte sich machen lassen!

Spieler für Spieler machen wir uns auf den Weg. Vor der Tür wartet eine Stammspielerin auf mich, die mir mit zwei drei Sätzen hilft, in meine Rolle zu kommen und dann gehe ich los. Mittlerweile ist es dunkel und ich kann den etwas unebenen Weg nicht genau erkennen. An einer Wegbiegung sehe ich einen Wegelagerer, der mich erschreckt und vor dem ich schreiend und kreischend die Flucht ergreife. (Sehr schön, das mal richtig ausleben zu können ohne als hysterisch verurteilt zu werden! Grins)

Ich rette mich zu zwei Männern, die ebenfalls nach einer Herberge suchen. Wir klopfen an dem kleinen Wasserschlösschen an und werden von einem buckligen Diener mit einer offenen Narbe eingelassen. In einem großen Saal sitzen schon viele oft eher ärmlich gekleidete Menschen an einer Tafel mit Kerzenleuchtern.

Die beiden Männer und ich bitten um Unterkunft, Speis und Trank für die Nacht und können uns zu den anderen an den Tisch setzen. Nun lege ich los und frage die anderen über sich und meine Brosche aus.

Nachdem eine Zigeunerin ein trauriges Lied zum Besten gibt, ist für mich alles klar: ich bin die Tochter des Burgherren und seiner verstoßenen Liebe.

Aber obwohl ich meine Aufgabe im Grunde gelöst habe, steht die Gruppe vor einem viel größeren gemeinsamen Problem: Nach einigem Drängen klärt uns der Gastgeber auf, dass wir heute Nacht alle sterben werden. Die junge Frau, die er damals vor seiner Türe stehen ließ, ist dem Bösen verfallen und wird uns alle um Mitternacht holen und töten lassen. Unsere einzige Chance sei es, den Bannspruch gegen sie zu finden, der ihren bösen Zauber auflöst. Dafür gibt es Rätsel. Deren Lösungen sind Gegenstände, nach denen wir in einem dunklen Labyrinth im Schloss suchen müssen. Dort befinden sich dann Zettel mit Teillösungen für den Bannspruch. In diesem düsteren Teil des Schlosses wimmelt es von Vampiren und Geistern, die uns fressen wollen. Jeder muss sich mindestens zweimal alleine in dieses Gruselkabinett begeben. Auch ich! Kleiner Trost: von Gongschlag zu Gongschlag sei man sicher. Wann der zweite Gong ertönt, weiß man jedoch nicht. Na toll!

Mit nur einer LED-Kerze ausgerüstet stolpere ich also los und schaue hmmm nach was eigentlich ach ja, einem Krug. Im ersten Durchgang finde ich meinen“ Zettel, im zweiten gehe ich mit einer Bauersfrau einfach zusammen los (aufs Klo geht man ja auch zu zweit – da sollten die Geister schon Verständnis haben), kehre aber alleine und ohne Zettel zurück. Allerdings: ich kehre zurück: lebend! Sehr erfreulich und keineswegs selbstverständlich. Die Bauersfrau wurde von den Vampiren ausgesaugt. Für jeden Toten bläst die Zigeunerin eine Kerze aus Wir werden immer weniger und die Zeit wird knapp.

Im Grunde glaube ich nicht, dass wir es schaffen können

Also mache ich das einzig Sinnvolle kurz vor dem eigenen Tod: Ich bestelle mir noch ein gutes Glas Wein und sehe mich nach einem attraktiven und interessierten Mann um. Ein paar sind ja immerhin noch unter uns Lebenden!

Irgendwie schaffen die Rätselgenies es doch noch, den Code zu knacken und dann: tatata ist die Bühne frei für den Auftritt der Vampirkönigin mit ihrem Gefolge. Eine wunderhübsche gruselig-geschminkte Frau entpuppt sich als meine Mutter“. Sehr gut! Jetzt muss ich also auf mich aufmerksam machen und mich zu erkennen geben. Erfreulicherweise glaubt mir die Vampirkönigin und beschützt mich. Wovor weiß ich jedoch auch nicht so genau. Allerdings ist es ein angenehmes Gefühl, sich hinter einer so mächtigen bösen und schönen Mutter verstecken zu können (auch wenn sie vielleicht die eigentliche Gefahr ist). Nach dem Bannspruch stirbt die Königin und ihr Vampirgefolge. Wir haben also uns und die Dorfbewohner gerettet. Nun schade eigentlich um meine tote neue Mutter, die ich mehr oder weniger bewusst einen ganzen Abend lang gesucht habe.

Aber beim anschließenden gemeinsamen Nachtmahl saß sie dann an meinem Tisch und ich konnte sie in „echt“ bestaunen.

Ein aufwendig inszenierter Abend mit der Möglichkeit für viel Spielspaß!

Danke an das Team

Simone

Unterkategorien